Mein halbwilder Garten

Essbare Wildpflanzen in meinem Garten

Entdeckungsreise durch den Garten Teil 5

Es ist wieder einmal Zeit für einen fotografischen Rundgang durch meinen Garten. Wie schnell die Zeit vergeht. Und in dem einen Monat hat sich wieder mal viel getan im Garten.

Erntefreuden

Die Beerenernte neigt sich nun ihrem Ende zu. Jostabeeren, Johannisbeeren und Himbeeren sind kaum noch zu finden. Aber ein paar davon finden sich immer noch mal hier und da.

Trotzdem war die Ernte reichlich. Nur die Himbeeren hätte ich wohl etwas mehr gießen sollen. Dann wäre die Ernte wohl besser ausgefallen. So sind leider viele Himbeeren am Strauch vertrocknet. Als dann endlich die Pumpe wieder lief, war es wohl zu spät. Nur ab und zu finde ich noch mal eine einzelne Himbeere.

Jostabeeren, als sie noch reichlich zu finden waren.
Auch die Himbeeren hatten im Verlauf des letzten Monats ihre Hochzeit.

Dafür kommt jetzt die Zeit der Brombeeren, die ja reichlichen Erntesegen versprechen.

Die Haselsträucher tragen auch reichlich und lassen auf Erntesegen hoffen.

Unreife Haselnüsse

Im Gemüsebeet

Mein Gemüsebeet ist zwar nur klein, aber auch hier wird natürlich fleißig geerntet.

Die ersten Tomaten konnte ich schon ernten. Wie immer habe ich es mal wieder nicht geschafft, die Tomaten durch Ausgeizen im Zaum zu halten. Glücklicherweise habe ich mich schon bei der Pflanzenauswahl für Strauchtomaten entschieden. Bei denen ist es nämlich auch kein Problem, wenn sie als Busch wachsen. Außerdem sind sie laut Beschreibung besonders freilandgeeignet. Um einen Regenschutz muss ich mir also auch keine allzu großen Sorgen machen.

Die erste reife Tomate

Der Knollenfenchel wird wohl nicht so toll. Ich war ja auch ziemlich spät dran mit dem Auspflanzen. Daher haben die meisten nicht wirklich Knollen gebildet. Demnächst werden sie anfangen zu blühen. Ich glaube, ich versuche es einfach mal, sie selbständig aussamen zu lassen.

Die beste Knolle meines Knollenfenchels.

Den Kohlrabi muss ich unbedingt ernten. Einige sind ordentlich aufgeplatzt. Ich hätte wohl auch ihn viel früher pflanzen müssen. Hoffentlich ist er nicht allzu holzig durch die Trockenheit.

Kohlrabi

Die Malve, die eigentlich außerhalb des Gemüsebeets steht, meinte offenbar, sie müsse auch im Gemüsebeet wachsen. Jedenfalls hat sie ihrer Kinderlein dorthin geschickt. Dort wachsen sie nun in trauter Zweisamkeit mit Taubnesseln.

Blütenpracht

Mein Topinambur blüht schon. Fast wie kleine Sonnenblumen mit zu langen Blütenblättern sehen die Blüten aus.

Die ersten Topinamburblüten

Ich habe im Garten auf dem wenig gemähten Rasen, den man mittlerweile eher zu Wiese umtaufen müsste, Dost gefunden. Er ist auch bekannt als wilder Oregano. Das Ernten lohnt sich wohl nur bei frischer Verwendung. Trocken soll er eher geschmacklos sein. Das habe ich noch nicht ausprobiert. Aber in der Pizzasoße ist er zusammen mit anderen Kräutern aus dem Garten schon mal gelandet.

Blühender Dost

Eine Pflanze, bei der ich mir nicht so sicher bin, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht, ist diese gelbe. Es könnte sein, dass es sich um das allseits gefürchtete Jakobskreuzkraut handelt. Dass diese Panikmache gar nicht so gerechtfertigt ist, zeigt ein Artikel des NABU.

Jakobskreuzkraut? Eigentlich doch ganz hübsch.

Ebenfalls auf der Wiese hat sich diese blaue Glockenblume eingestellt. Die weiß blühende Glockenblume hatte ich ja schon in einem früheren Rundgang gezeigt. Ich freue mich, dass sich hier nun auch die blaue Glockenblume eingefunden hat.

Blaue Glockenblume

Ein weiterer ähnlicher Farbtupfer ist ebenfalls auf der Wiese zu finden. Den Namen dieser Schönheit kenne ich allerdings noch nicht.

Unbekannte blaue Schönheit auf der Wiese

Eine weitere unbekannte, blaue Schönheit blüht im großen Beet am östlichen Ende des Gartens.

Noch eine blaue unbekannte Schönheit

Die Farbe Blau war im vergangenen Monat jedenfalls häufig vertreten. Auch die Kugeldistel mit ihren stahlblauen, harten Blütenbällen fällt in das blaue Farbspektrum.

Kugeldistel vor Hortensie

Die Stockrosen dagegen kümmerten sich nicht um den blauen Trend. Sie zeigten stattdessen so einige andere Farben.

Stockrosen
Stockrose – Detail

Auch der Hibiskus hält sich nicht ans blaue Farbschema. Aber ich liebe es ja auch bunt.

Hibiskus

Verstecktes und Gefundenes

Neben der bereits geernteten Süßkirsche habe ich noch eine andere Kirsche gefunden. Sie wächst eher strauchartig und ganz versteckt zwischen Flieder und anderen Sträuchern. Einmal habe ich sie probiert. Sie schien noch nicht reif zu sein. Später habe ich dann allerdings keine mehr abbekommen. Da waren offenbar andere schneller. Ob das eine Wildkirsche ist? Aber eigentlich scheinen mir die Früchte dafür etwas zu groß zu sein.

Wildkirsche

Ebenfalls sehr versteckt hat sich offenbar eine Kornblume. Ich habe mich sehr gefreut, als ich die kleine blaue (ja, schon wieder Blau) Schönheit zwischen meinen Tomaten entdeckt habe. In meiner Kindheit standen Kornblumen an jedem Feldrand. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzten Jahren mal irgendwo eine gesehen hätte.

Kornblume versteckt zwischen meinen Tomaten
Kornblume – Detail

Dass ich Dost im Garten gefunden habe, wisst ihr ja schon (siehe Blütenpracht). So sah er vor der Blüte aus. Vor allem sein Duft, als ich ihn zwischen den Fingern rieb, hat ihn verraten.

Dost vor der Blüte

Offenbar finden Pilze trotz der Trockenheit immer noch Plätzchen im Garten, die ihnen feucht genug sind. Immer wieder stoße ich auf das eine oder andere Exemplar. Da ich mich aber mit Pilzen nicht wirklich auskenne, lasse ich sie lieber stehen.

Zwei Pilze unter den Sträuchern.
Noch ein Pilz mitten auf der Wiese.

Auch der versteckte Jostabeeren-Strauch, den ich mal erwähnt hatte, hat riechlich getragen.

Der versteckte Jostabeeren-Strauch

Nachdem mein Borretsch im Topf eingegangen war, konnte ich es kaum glauben, als ich diese zarten Pflänzchen im östlichen Beet entdeckte. Ja, es ist tatsächlich Borretsch.

Borretschpflänzchen

Rosen

Eigentlich bin ich ja nicht so die Rosenliebhaberin. Das ständige Geschneide. Rosenrost hier, Blattläuse da usw. Das ist mir eigentlich zu aufwändig. Aber hier im Garten sind nun mal Rosen. Und schön anzusehen sind sie ja auf jeden Fall. Also habe ich mich bequemt, sie auch mal auszuschneiden. Bei der Kletterrose brauchte ich dazu ja eine Leiter. Naja, es hat sich ja schon gelohnt. Sie ist wieder voller Blüten.

Kletterrosenblüte Runde 2

Mein Mann ist da ja anders als ich. Er mag Rosen. Eine Rose haben wir aus Nettlingen mitgebracht. Zunächst sah es so aus, als ob sie keine Lust auf den neuen Garten hat. Sie ließ alle Blätter hängen und warf sie sogar ab. Wir dachten schon, sie packt es nicht. Mittlerweile hat sie sich aber erholt und erfreut uns nun mit ihren porzellanartigen Blüten.

Geralds Rose hat sich wieder erholt.

Und nicht nur uns scheint sie zu erfreuen. Ihre Blüten scheinen auch auf andere anziehend zu wirken.

Rosenblüte mit Besucher

Damit wären wir dann auch beim nächsten Abschnitt.

Tiere im Garten

Leider gelingt es mir ja relativ selten, von Tieren hier im Garten Fotos zu machen. Sie sind einfach zu schnell. Oder ich bin zu langsam.

Einmal raschelte es beim Pflücken zwischen den Walderdbeeren. Ich dachte erst an eine Maus. Aber als ich weiterpflückte, raschelte es wieder und eine Kröte hüpfte auf den Betonsockel des Zauns. Dort saß sie erst einmal, und ich dachte, ich könnte schnell ein Foto machen. Doch kaum hatte ich das Handy in der Hand, hüpfte die Kröte davon. Und wieder war mir kein Foto gelungen.

So gelingen mir leider meistens nur Fotos von Behausungen oder anderweitigen Spuren meiner Gartenmitbewohner.

Das Wespennest ist weiterhin hinter dem Wein. An den heißen Tagen sah es so aus, als ob die Wespen das Nest aktiv kühlen.

Unser Wespennest im Wein

Im Garten gibt es auch weiterhin jede Menge Löcher, vermutlich von Mäusen. Leider ist einer meiner Hunde ein passionierter Jäger, der ständig nur am Buddeln ist. Das scheint die Mäuse allerdings nicht zu beeindrucken. Die Mauselöcher werden nicht weniger.

Mauseloch

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Rundgang durch meinen Garten im Juli. Bis bald.

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